Wirkungsweise
Indomethacin wirkt stark entzündungshemmend, schmerzlindernd und leicht fiebersenkend durch Hemmung der Cyclooxygenase. Dadurch wird die Synthese von zyklischen Peroxiden, Prostaglandinen, Thromboxanen und Prostacyclin blockiert. Es wirkt zudem abschwellend. Die Indomethacin-Konzentrationen im behandelten Gewebe sind höher als im Blut. Bei topischer Anwendung entfaltet es eine lokale Wirkung. Es wird gut über die Haut resorbiert und erreicht 4–11 Stunden nach der Anwendung maximale Plasmakonzentrationen. Nach der Resorption bindet es zu über 90 % an Plasmaproteine. Es wird in Leber und Nieren zu inaktiven Metaboliten (Deschlorobenzoylindomethacin, Desmethylindomethacin) verstoffwechselt. Die Halbwertszeit beträgt 3–4 Stunden. Es wird unverändert (ca. 66 %) über den Urin und als inaktive Metaboliten über den Stuhl ausgeschieden. Der Rest wird unverändert über den Stuhl ausgeschieden.
Anwendungsgebiete
Lokal bei Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit: rheumatischen Veränderungen des Weichgewebes (Sehnenentzündung, Sehnenscheidenentzündung, Gelenksteife, Myositis und Gelenkkapselentzündung), Verschlimmerung einer Arthrose sowie stumpfen Sport- und Unfallverletzungen (Verstauchungen, Verrenkungen, Prellungen).